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Deine Traumfigur beginnt in der Küche

Vor einigen Wochen freundete ich mich über das wohl größte soziale Netzwerk unserer Zeit mit einer jungen Frau an, die mir neue Einblicke in Sache Ernährung ermöglicht. Seit je her hilft sie mir erahnte Trugschlüsse zu entlarven und inspiriert mich zu neuen Ideen.  Die folgende Idee ist nicht so ganz neu. Vor einigen Jahren füllte ich bereits meine Website mit einem passionierten Artikel zu dem Thema Light Produkte. Durch die lebendige Gruppe dieser Studentin im Fach Ernährung, spüre ich nun wieder das dringende Bedürfnis meine Gedanken mit euch zu teilen.
Vor einigen Jahren war es noch der Begriff “ Size Zero“, der uns in die Arme der Diätindustrie getrieben hatte.
Heute sind es Redewendungen wie „Die Bikini-Figur beginnt in der Küche!“ oder „Eat Clean Get Lean!“, welche den damaligen Schlankheitswahn ersetzen.  Ein Verlust für die Diätindustrie ist das nicht. Denn egal welcher Trend das Streben nach der Traumfigur einkleidet, es ist und bleibt das Kerngeschäft dieser Industrie. Wir wollen schlank sein! – Und das doch bitte mit minimalen Entbehrungen. Gott sei Dank wurden uns hierfür die Light Produkte geschenkt.

Light-Produkte sind Lebensmittel, die weniger Zucker und Fett beinhalten und somit weniger Kalorien haben als ihre konventionellen Verwandten. – Klingt super oder?!

Wenn man öffentlichen Erfahrungsberichten glaubt, waren unzählige Konsumenten dauerhaft erfolgreich mit WeightWatchers und Co. Mir drängt sich die Frage auf, ob wir wirklich so viele übergewichtige Menschen in Deutschland haben, sodass die Vertreiber dieser Produkte seit Jahrzehnten Milliarden scheffelt, obwohl ihre Kunden diese Produkte ja nur kurz- oder wenn überhaupt mittelfristig konsumieren! Ich denke nicht, dass der Deutsche weiterhin das Dreifache des Preises bezahlt wenn er/ sie bereits sein Ziel erreicht hat. Also wie, frage ich mich, hält die Industrie ihren anhaltenden Gewinn wenn doch alle in kürzester Zeit ihr Ziel erreichen?
„Wir zeigen ihnen wie sie ihr Wunschgewicht erreichen und auch halten!“ -.Ich kann gar nicht sagen wie oft ich diesen Satz schon gehört habe! Am besten finde ich immer noch die zeitlichen Vorgaben, welche von den unterschiedlichsten Anbietern verbreitet werden.  Ob nun 10 Wochen, 14 Tage oder sogar 24Stunden – wir können scheinbar wählen in welchem Zeitraum wir die Hälfte unseres Körpergewichtes ablegen. Je kürzer die Dauer der Diät, desto höher selbstverständlich der Preis. Fundiertes Wissen gibt es heut zu Tage natürlich nicht umsonst. Nein – Ich habe sogar den Eindruck, dass umso mehr Menschen angelockt werden, je Teurer ein Konzept verkauft wird.

Nehmen wir ein Beispiel:


Der handelsübliche Magerquark kostet in unseren Kühlregalen durchschnittlich neunundfünfzig Cent. Das vergleichbare Produkt von WeightWatchers  setzt die Messlatte da schon etwas höher. Um die 1.29EU zahlst du hier nicht für die gleiche Menge –Nein- Statt 500g fasst der Plastikbehälter von WeightWatchers lediglich 250g.  Aber hey immerhin verdrückst du nur 4Punkte mit einer Portion!
Ehe ich mich jetzt weiter in Beispielen aufhänge, komme ich wohl besser zurück zum eigentlichen Thema. Was ist eigentlich so LIGHT an diesen Produkten?
Light Produkte sind also so hergestellt, dass sie weniger Fett enthalten als ihre ursprünglichen Verwandten. Wenn ich jetzt den Einwand der gesunden und ungesunden Fette mal ignoriere, bleibt da immer noch ein ganz entscheidender Faktor.  Fett ist ein wesentlicher Geschmacksträger. Mit dem reduzierten Fett schwindet also auch der Geschmack. Doch die Diätindustrie wäre nicht so erfolgreich, wenn sie nicht auch dafür eine Lösung aus ihren gefüllten Taschen ziehen würden.  Schwupps werden Geschmacksverstärker, Aromen und vielfältige wie auch unaussprechliche Arten von Zucker beigemischt, damit wir dennoch genüsslich schlemmen dürfen. 

  Blöd nur, dass unser Körper viele dieser künstlichen Zusatzstoffe nicht verarbeiten kann und so vermehrt  Toxine sowie  andere Abfallstoffe bildet und teilweise lagert. Im Sinne des Ewigen Lebens ist das eine Selbstkonservierung wahrscheinlich auch gar nicht so übel. Aber ich denke es gibt ein Grund warum plötzlich immer mehr Menschen um einen Rum an Krebs erkranken als noch vor 20 Jahren.  Wen juckt`s – Hauptsache wir sparen drei Kalorien.

Es gibt Studien (unten ein ganz witziges Beispiel, so wie ich finde) darüber, dass bei Produkten mit natürlichem Fettgehalt das Sättigungsgefühl schneller eintritt als bei Fett reduzierten Produkten. Zudem wird oft geglaubt, dass durch Kalorien reduzierte Produkte mehr gegessen werden kann, wird aber dann zum Beispiel die doppelte Menge Wurst verzerrt, ist die Kalorieneinsparung schnell aufgehoben.
Bis jetzt bin ich allerdings immer von der Prämisse ausgegangen, dass auch überall Light drinsteckt wo es so farbenfroh angepriesen wird.

Kaufst du jedoch eine Fett reduzierte Salami, hat diese immer noch einen hohen Fettgehalt, der weit über dem vom Geflügel liegt. Die Fett reduzierte Salami hat dabei meist nur 10-20% an Fett eingespart. Wie bereits erwähnt ist Fett ein Geschmacksträger. Ohne diesen wesentlichen Geschmack sind wir – so konsumsüchtig wie wir nun einmal sind- nicht befriedigt und wollen mehr. Ob es nun der Körper mit seinen  Heißhunger-Attacken ist, oder der Kopf der uns nicht aufhört zu sagen, dass wir den Genuss den wir anstrebten noch nicht erreicht haben – wir werden mehr wollen! Und was wir wollen nehmen wir uns!


Betrachtet man Light-Produkte im Hinblick auf Getränke so ist meine persönliche Meinung dort weitaus positiver. Light-Produkte können hier gut helfen die Kalorienmenge am Tag nicht explodieren zu lassen. Viele wissen nicht, dass sie 300 – 500 Kalorien am Tag allein durch Getränke wie Milch, Säfte oder Cola/Limonaden zu sich nehmen.
Natürlich schafft auch hier die Light-Industrie Abhilfe. Ob nun LIGHT oder ZERO ohne alternative ßungsmittel würden wir die „gesünderen“ Produkte nicht kaufen. Also geschieht hier das Gleiche wie bei allen anderen Light Produkte auch. Ein bisschen Chemie hier und noch ein wenig aromatischen Farbstoff da – fertig ist die Diät Version. Hmmmm lecker.  Unser Körper dankt es uns mit Heißhunger-Attacken damit wir noch mehr von diesen leckeren Light Versionen in uns hinein stopfen können ohne ein schlechtes Gewissen zu haben.

Mein Tipp:
Stink normales Wasser bietet leckere Abwechslung mit ein paar Scheiben Gurke, wenigen Himbeeren oder auch einem Spritzer frischen Zitronensaft.- Aus der Frucht selbstverständlich!

Und anstatt dein Gehalt Mittels Light Produkten auf den Kopf zu knallen, gönne dir doch ab und zu wonach es dir lustet und beschränke dich den Rest der dir verbleibenden kulinarischen Zeit damit, dich ausgewogen und gesund zu ernähren. Was bedeutet, dass du dir nicht die Tütensuppe von Maggie machst, sondern anfängst dein Gemüse selber zu schnippeln. Du hast keine Zeit dafür? Dann verbring in Zukunft weniger Zeit damit, dir Dinge durchzulesen die dir das Offensichtliche erklären !
;)


*Studie
Kanadische Wissenschaftler haben über 16 Wochen hinweg  junge und alte Ratten mit Light-Produkten gefüttert, im Anschluss wieder normal. Das Ergebnis war verblüffend:
Besonders die jungen Ratten nahmen durch Light-Produkte mehr Kalorien zu sich und dadurch auch an Körpergewicht.


 



Wie schmelzen denn nun die Speckröllchen???

Jetzt ist der Sommer endlich auch in der Schweiz angekommen und wir freuen uns über den sommerlichen Segen. Laut werden die Gedanken, die Arbeit sein zu lassen, die Tasche zu packen und in den neuen Bikini zu schlüpfen. Doch leider wird die Freude schnell getrübt, wenn du feststellen musst, dass der Bikini den du in nicht ganz so weiser Voraussicht eine Nummer kleiner gekauft hast, noch nicht wirklich sitzt wie er sollte. Jetzt geht es los... jetzt wird nochmals alles richtig verpackt. Ein bisschen ziehen hier, ein bisschen zuppeln da und doch holt dich die traurige Wahrheit ein. Der Bikini ist einfach zu klein!!!
Dir bleibt wohl nichts anderes übrig als den alten Bikini vor zu graben. Vielleicht gehst du trotzdem noch in die Badeanstalt, an den See, oder sonstwo wo du die von Natur aus gertenschlanken Frauen neidisch beobachtest und dich nur noch eine Frage löchert!

Wie schmelzen denn nun die Speckröllchen???

Nach genau berechneter Vorbereitungszeit, der vermeidlich richtigen Ernährung und dem regelmässigen Training auf dem Hometrainer oder dem Fahrrad im Fitness Studio, bist du deinem Ziel nur minimal näher gekommen.

Hier ist die Lösung für dein Dilemma

Viele Saison orientierten Fitnessfreunde, tragen immer noch den Irrglauben mit sich, dass sie Fett verbrennen müssen um ihr Depotfett abbauen zu können.
Schiebe diesen Gedanken ganz schnell beiseite und das so weit weg wie möglich.
Es existiert ein gewaltiger Unterschied zwischen der Fettverbrennung und dem gewünschten Fettabbau!!!

Um den Unterschied auch für den letzten Irrgläuber erkenntlich zu machen hier zunächst einige Definitionen:

Fettverbrennung:
* in Fachkreisen als "Fettsäure Oxidation" bezeichet
Hier benutzt der Körper Fett zur Energiegewinnung. Dies erreicht der Körper bei ca. 100-120 Herzschlägen/Minute. Das bedeutet du trainierst bei 60% deines Leistungsvolumens.
Die Form des Ausdauertrainings, dient der ökonomisierung, also der positiven Entwicklung des (jetzt kommt ein langes fieses Wort) Langzeitwiderstandsleistungsvermögen.... ( versuch das 3x hinter einander schnell zu sagen.. lach
Im Grossen und Ganzen heisst das nichts weiter, als dass dein Körper lernt, von mal zu mal Leistung auf einen immer länger Zeitraum konstant zu erbringen.

Fettabbau:
Hiermit bezeichnet man den Abbau von unserem unerwünschten Hüftgold durch eine negative Energiebilanz. Das heisst, wir verbrauchen mehr Energie als wir über den Tag hindurch zu uns nehmen. Möglich ist es natürlich auch, dass man seinen Energiebedarf erhöht, indem man fleissig auf gewisser Intensität trainiert, aber trotzdem genauso viel isst, als würde man nicht trainieren.

Ist es also sinnvoll im "Fettverbrennungs-Modus" zu trainieren  um das Depotfett ab zu bauen??

Nein, du erkennst das schon ganz richtig, natürlich macht dies nur wenig Sinn. Warum und wieso ich diesen Traum so schroff zerschlage, erkläre ich jetzt nochmal im Detail für die letzten Skeptiker.

Um Fett abzubauen müssen wir auf absolute Weise Fett verbrennen ( Fachbegriff: absolute Fettverbrennung). Relativ gesehen verbrennen wir natürlich auch Fett wenn wir in dem umstrittenen "Fettverbrennungs-Modus" trainieren. Doch auch hierfür haben die Wissenschaftler eine simple Unterscheidung gefunden um selbst uns Laien verständlich zu machen was wir wie tun müssen um unser Ziel zu erreichen. Hier die fachliche Unterscheidung von Prof. Dr. KeineAhnung:


Absolute Fettverbrennung:
*140-150 Herzschläge/Min.
*Energiegewinnung: 60% Glukose (Zucker), 40% Fett
*Energieverbrauch: 16-18kcal/Min.

Relative Fettverbrennung:
*100-120 Herzschläge/Min.

*Energiegewinnung: 40% Glukose (Zucker), 60% Fett
*Energieverbrauch: 8kcal/Min.



Nun ist sicher auch dem letzten Skeptiker klar geworden, wie er seinem Bauchspeck effektiv an den Kragen geht, aber ich möchte es gern nochmal auf den Punkt bringen.

Es gibt keinen Fettverbrennungs-Modus!!!!!

Um Fett ab zu bauen musst du schwitzen, deinem Schweinehund den aller Wertesten treten und dich verausgaben. Natürlich solltest du deine Grenzen nicht ignorieren, aber dieses gemütliche vor sich hin strampeln ist im besten Falle ein Alibi für den Hauch eines Versuches.


Fazit:

Fettstoffwechseltraining dient zur Ökonomisierung der Muskulatur bei der Energiebereitstellung während Langzeitbelastungen. >>>>>NICHT ZUR GEWICHTSREDUKTION!!!!!!

Eine erfolgreiche Gewichtsreduktion erreichst du durch:

* Intensives Ausdauertraining
*Negative Energiebilanz (auszurechnen unter http://strongandhealthy-eith.blogspot.ch/2011/07/errechne-deinen-tagesbedarf.html)
*Intensives Krafttraining(erhöht de Nachbrenneffekt, höherer Kalorienverbrauch in Ruhezustand)